2020 02 zurueck im waldhof

 

 

Im Januar 2016 verließen wir schweren Herzens und nach vielen Jahren Vereinsgeschichte mit all unseren Besitztümern, die sich über die lange Zeit angesammelt hatten, den Waldhof. Unzählige Kisten wurden damals gepackt, der Inhalt mühsam dokumentiert und alles schließlich in einem zur Verfügung gestellten Lager in Zehdenick untergebracht. Viel hat sich seit dem getan. Denn auch wenn uns der Waldhof als Unterkunft nicht mehr länger zur Verfügung stand, haben wir den Spaß an der Arbeit nicht verloren und einfach weiter gemacht. Oft wurde seit dem in den Kisten gewühlt, umsortiert, neu geordnet und umgelagert.


Gute vier Jahre später, Februar 2020, dann die gute Nachricht: Es geht zurück!! Also zumindest erstmal für unsere Sachen. Doch die sind natürlich mit den Jahren auch nicht weniger geworden und wir damit auf jede Menge Unterstützung angewiesen gewesen. Und die haben wir auch bekommen, sodass unserem Umzug am letzten Samstag nichts mehr im Weg stand. Ab 9 Uhr reihten sich die zahlreichen PKW´s, Anhänger und Transporter vor dem OSZ in Zehdenick ein, bereit mit ihrem Anteil vom großen Haufen Richtung Waldhof aufzubrechen. Und es gab nicht nur Kisten zu verladen. Auch 6 Kanus, 3 Boote, Kickertische und über 30 Fahrräder wurden von den kleinen und großen Helfern aus dem Lager auf die Anhänger geräumt, ordentlich gesichert und auf die Abfahrt vorbereitet. Spätestens als dann auch noch ein alter Feuerwehrtransporter mit lauter Sirene in die Straße einbog und sich in die lange Schlange wartender Autos einreihte, waren auch die jüngsten Helfer hellauf begeistert und nahmen sich eifrig der Aufgabe an, die Laderampe auf und ab zu manövrieren. Schnell waren die ersten Anhänger voll beladen und machten sich auf nach Zootzen.
Zur gleichen Zeit im Waldhof wurde sich schon auf die nahende Flut an Fahrzeugen, Helfern und natürlich ihrer Ladung vorbereitet. Bei so viel zu verstauendem Material will man ja immerhin einigermaßen den Überblick behalten und wo es notwendig ist, ein wetter- und auch mäusefestes Quartier finden. Als man sich gerade einen groben Überblick verschafft hatte und der erste Kaffee an der Verpflegungsstation gekocht war, rollten auch schon die ersten beiden Autos auf den Hof und was eben noch in Zehdenick aufgeladen, wurde nun auch schon wieder ausgeräumt. Zum unbeliebtesten Lagerplatz machten sich wohl eindeutig die sogenannten „Ökizimmer“. Denn bevor man seinen schweren Karton auf den stetig wachsenden Stapeln platzieren konnte, musste erst einmal die lange Treppe nach oben erklommen werden. Um sich den Weg um einige Stufen zu verkürzen, wurden die wildesten Stapeltechniken ausprobiert und so fehlte trotz der Anstrengung auch hier nie der Spaß.
Unterdessen wurde es auch draußen zunehmend abenteuerlicher, denn die vielen großen Transporter und langen Anhänger die nach und nach eintrafen, mussten teils mit großem Geschick auf den schmalen Wegen aneinander vorbei gelenkt werden. Munter wurden Kanus und Fahrräder wieder abgeladen und mit vereinten Kräften an ihre alten Plätze zurück gebracht. Dank der zahlreichen Transportmöglichkeiten, die uns von unterschiedlichster Stelle bereitgestellt wurden, musste sich am Ende nur für das letzte Boot noch einmal ein Anhänger auf den Weg nach Zehdenick machen.
Wer hätte das gedacht? Schon nach wenigen Stunden waren alle Sachen abgeladen und verstaut. Zur Stärkung gab es für alle fleißigen Helfer noch einen selbstgekochten Erbseneintopf mit Würstchen, eine Gulaschsuppe, Kuchen und warme Getränke. Es wurde noch viel gelacht, erzählt und Neuigkeiten ausgetauscht. Für einige durfte auch der obligatorische Besuch auf dem Steg am Stolpsee nicht fehlen. Schließlich rollte ein Auto nach dem anderen vom Hof und auf dem Gelände kehrte wieder Stille ein. Und auch wenn man es auf den ersten Blick nicht direkt erkennen kann, so fühlt es sich doch nach Rückkehr an!
Abschließend noch einmal ein riesiges Dankeschön an all die helfenden Hände des Wochenendes, ohne die eine so schnelle und unkomplizierte Aktion nicht möglich gewesen wäre. Wir sind sehr froh über die geballte Unterstützung, die uns als Verein in den letzten Jahren entgegengebracht wurde, von den Mitgliedern aber auch von Leuten ohne jeglichen persönlichen Bezug zum Waldhof.

Rafael Noster für den Vorstand

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